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Themen
Rahmenthema: XY ungelöst
1. Alibi 2. Besserwisser 3. Chaotisch 4. Detailarbeit 5. Entdecken 6. Falsche Fährten 7. Gordische Knoten 8. Heiße Spur 9. Instinktiv 10. Joker 11. Konspirativ 12. Labyrinth |
13. Mr X 14. Nacht und Nebel Aktion 15. Odyssee 16. Plan B 17. Querdenken 18. Rotlicht 19. Sinnestäuschung 20. Tatort 21. Untergetaucht 22. Volltreffer 23. Wahn 24. Zufall |
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Sieger
1. Platz – Startnummer 220 – Jan Dahlgrün, Aurel Dahlgrün und Sylvan Dahlgrün 2. Platz – Startnummer 201 – Bastian Scheefe 3. Platz – Startnummer 237 – Sebastian Drawert 4. Platz – Startnummer 187 – Thomas Langenfeld und Anna Laura Feistner 5. Platz – Startnummer 159 – Alexander Janz & Nancy Buro 6. Platz – Startnummer 224 - Dominik Welland 7. Platz – Startnummer 219 - Clemens Langner 8. Platz – Startnummer 122 – Ulrike Block 9. Platz – Startnummer 250 – Anna Dabrowski 10. Platz – Startnummer 135 – Betina Skovro
Publikumspreis 2008: Startnummer 219 - Clemens Langner
Flickr Group Publikumpspreis 2008: Startnummer 201 - Bastian Scheefe
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Preise
- FLICKR ProAccoounts für alle Teilnehmer sechs Monate lang und allen Siegern einen ProAccount für ein Jahr, von FLICKR
- Fotografie- und Fotobearbeitungsseminar im Wert von €595, von Extreme Visual Media
- 10 Gutscheine im Wert von jeweils 50 Euro, von Onlineshop XXL Poster
- Leica Kamera, von Meister Camera Berlin
- Rundflug im Sportflugzeug über Berlin für zwei Personen im Wert von €300, von Bitburg Ingenieurtechnik
- 2 Gutscheine für Outdoor-Workshops für je 2 Personen im Wert von jeweils 138,- € (insgesamt 276,-€), von go4foto
- Produkt nach Wahl, von MOO
- 5 Halbjahresabos im Wert von jeweils 53,70 Euro, von FOTOTV.de.
- 5 Gutscheine über EUR 50,-, von myphotobook
- Gutscheine für 2 Digitalfotografie-Kurse: 1x Basiskurs und 1x Aufbaukurs, von online-fotoschule-berlin.de
- großer Leinwanddruck eines Photos, von Eicie
- €150,- Gutschein für High Quality Photo-Ausrüstung, von Hensel Studiotechnik
- Fotoalben und Notizbücher von CIAK, von Lamero
- €100,- Gutschein, von Der Berg ruft
- €50,- Gutschein, von Tisch&Tafel
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Juroren
- Oli Keinath, Fotograf. Gründer der "Hoffotografen"
- Maxim Kuphal & Kathi Hamann, Sieger des 2007 Fotomarathons
- Antje Forgó, Gründerin und Manager von "Licht und Linie" Agentur für Grafik- und Webdesign
- Lale Özdönmez, Grafikerin und Filmmontage Studentin
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Sponsoren
- FLICKR
- Extreme Visual Media
- Poster XXL
- Meister Camera - Leica Berlin
- Bitburg Ingenieurinformatik
- go4foto
- MOO
- FOTOTV.de
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- myphotobook
- Online-fotoschule-berlin.de
- Eicie
- Hensel Studiotechnik
- Lamero
- Der Berg ruft
- Tisch&Tafel
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Nachlese: Ein Tag im Leben eines Fotomarathonisten
Mehr als 200 Berliner und auswärtige Besucher haben für Samstag, den 30.08. von Mittag bis Mitternacht ein wasserdichtes Alibi: mit ihrer angehefteten Startnummer waren sie von Hunderten von Zeugen in der Stadt als Teilnehmer des 9. Berliner Fotomarathons, für den der Startschuss diesmal am Bundespressestrand in Mitte fiel, klar zu identifizieren.
Auch wenn mancher Besserwisser behaupten mag, künstlerisches Schaffen folge einem logischen Prozess, stürzten sich viele Teilnehmer nach Erhalt des ersten (und bis dahin geheimen) Themenzettels erst einmal in ein chaotisches Brainstorming. Erst dann befassten sie sich mit der Detailarbeit, nämlich mit Hilfe des Stadtplans die besten Orte für ihre Fotos zu bestimmen und die Einzelthemen streng in der vorgegebenen Reihenfolge zu bearbeiten. Auch galt es das Rahmenthema im Auge zu behalten, das erst beim Start bekanntgegeben wurde.
Diese Aufgabe war gar nicht so einfach für Fotomarathonisten, die extra aus Belgien, Norwegen, dem Vereinigten Königreich, Italien und den Niederlanden angereist waren, denn sie mussten sowohl interessante Motive entdecken als auch sich in Berlin zurechtfinden. Selbst echte Berliner folgen manchmal falschen Fährten, wenn Sie eine Szene für ein Thema aufnehmen, nur um später festzustellen, dass sie anderswo ein besseres Motiv verpasst haben. Doch die Reihenfolge ist gnadenlos einzuhalten! Also steht man einem Dilemma gegenüber, so schwierig zu lösen wie der gordische Knoten: Soll man der heißen Spur folgen und sich Berlin und seinen ungezählten Fotomotiven instinktiv hingeben, oder will man jedes Foto sorgfältig planen und szenisch umsetzen?
Als man sich dann um 15 Uhr an der Turnhalle in Friedrichshain zur ersten Station traf, hatten manche schon ein kleines Abenteuer hinter sich. Denn man soll nicht glauben, dass man hier Polizeiautos einfach so fotografieren darf! Aber nach den digitalen Regeln kann man jedes Bild einmal löschen und neu machen – so hat man immer einen Joker im Ärmel.
Bei der nächsten Station um 18 Uhr in der Strandbar Yaam am Spreeufer wirkten einige der Fotoathleten schon deutlich müder und befanden, die Organisatoren hätten sich konspirativ verbündet, um die Teilnehmer in ein Labyrinth aus 24 Themen zu schicken. Doch der Verdacht, ein mysteriöser Mr. X habe die schwierigsten Themen beigesteuert, hat sich nicht erhärtet! Wahr ist hingegen, dass sich das Team die Themen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ausgedacht und sie bis zur Ausgabe der Themenzettel im 3-Stunden-Rhythmus an den Stationen geheimgehalten hat. Schließlich wird durch das Überraschungsmoment die spontane Kreativität erst so richtig hervorgekitzelt. Denn wie bei einer Odyssee soll man Herausforderungen bravourös meistern, Untiefen intelligent umschiffen, Durststrecken tapfer überstehen und trotzdem eine Menge Spaß haben, um die 12 Stunden durchzuhalten.
Für diejenigen, die nicht in den Berliner Straßen nach Motiven suchen wollten, gab es immer noch Plan B. Nicht wenige Teilnehmer inszenieren Fotos bei sich zu Hause und posieren als Hauptdarsteller ihrer Bildgeschichte. Andere möchten lieber querdenken und bitten Passanten mitzumachen, oder sie wählen ungewöhnliche Standpunkte, um ganz normale Dinge darzustellen – indem sie sie in Rotlicht tauchen oder mit digitalen Effekten in eine Sinnestäuschung verwandeln. Als die Fotomarathonisten um 21 Uhr im Kreuzberger Heinz Minki erneut zusammenkamen, war allen klar, dass es in Berlin viele dunkle Ecken gibt, die sich perfekt als Tatort eignen.
Zum Ende des Tages fanden sich rund 200 erschöpfte, aber zufriedene Zieleinläufer am letzten Treffpunkt im Kulturzentrum Danziger 50 ein – oder waren mittlerweile einige untergetaucht? Bestimmt jeder war sich aber sicher, dass mindestens eines seiner 24 Fotos vom Tag ein Volltreffer ist. Schon deshalb ist der alljährliche Fotomarathon für nicht wenige zu einem Wahn geworden, und ihre Teilnahme ist kein Zufall. Manche sind schon zum vierten oder gar neunten Mal dabei, und wieder andere reisten aus großer Entfernung eigens für diesen Tag an.
Damit hat sich erneut bestätigt: der Berliner Fotomarathon ist der Fotowettbewerb unter verschärften Bedingungen. Aber Fotomarathonisten stellen sich dieser Herausforderung gern einmal im Jahr, denn schließlich werden bei der Ausstellung alle Fotos gezeigt, und für die besten 11 Serien winken tolle Preise. Berlin hat sich mit seinen Farben, seinen Klängen und seiner Atmosphäre wieder als perfekte Kulisse für den Fotomarathon erwiesen, der sich nach 9 Jahren eine treue und begeisterte Anhängerschaft erarbeitet hat, angetrieben von einem nicht weniger enthusiastischen ehrenamtlichen Organisationsteam.
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